Wer aus dem Westen regimekritische Zeitschriften in die DDR mitbrachte oder auch nur Westsender hörte, riskierte eine Freiheitsstrafe. Klaus Fenske und neun weitere Angeklagte wurden 1953 für das Lesen und Verbreiten sogenannter Hetzzeitschriften verurteilt.
Das "Haus der Geschichte" in Bonn zeigt seit 1994 in einer Dauerausstellung tausende Exponate aus 60 Jahren Bundesrepublik und DDR. Adenauers Dienstwagen, Honeckers Schreibtisch oder der Berliner Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße machen Zeitgeschichte lebendig. Ein Streifzug durch den Souvenirladen Deutschlands.
Der Käfer als Prototyp der Globalisierung. Der ehemalige USA-Chef von Volkswagen, Carl Horst Hahn, erzählt über den Siegeszug eines Autos, das nicht nur ein Auto war.
Im Zuge der Entmilitarisierung ließen die Briten 1950 Teile der Salzgitter Hütte abtragen. Ein Polizist erzählt von den Protesten der Hüttenarbeiter.
Bis heute gibt der Fall des brandenburgischen CDU-Politikers Franz Schleusener Rätsel auf. Weil er sich dem Regime widersetzte, verschwand er spurlos
"Plötzlich gab es alles zu kaufen", erinnert sich die 79-Jährige Anneliese Kohlgraf aus Wilhelmshaven. Aber leisten konnten sich die Menschen längst nicht alles. Gegessen wurde, was im Garten wuchs.
Mit einem kleinen Karren voll Kleidung, Bettwäsche und Kochgeschirr verlassen Anfang Mai 7000 Bürger die Bad Oeynhausener Innenstadt. Vom 4. bis 12. Mai 1945 errichtet die Britische Rheinarmee in der einstmals blühenden Kurstadt ihr Hauptquartier.
Heute ist es anerkannt als Basis für Demokratie und Wohlstand in der Bundesrepublik Deutschland. Von der Christlich Sozialen Union Eichstätts und der CSU Bayerns wurde das Grundgesetz zuerst abgelehnt.
Der Mann von Erna Fuchs ist 1944 im Krieg gestorben, vom einstigen Wohlstand ist wenig geblieben: Allein und fast mittellos zieht die Witwe in Ost-Berlin ihre fünf Söhne groß. Sie lehnt die DDR ab – und bewundert den Westen.
Den Beamten fiel sie nicht auf. Antje Baum stieg in West-Berlin aus der S-Bahn - und damit war ihr 1959 die Flucht aus der DDR gelungen. Noch gab es keine Mauer. Dennoch geriet sie später in die Fänge der Staatssicherheit. Seit 35 Jahren lebt sie in Osnabrück und trägt den Nachnamen ihres Mannes: Barbrock. Antja Barbrock besuchte die Klasse 10B des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums.