Kurt Stähler kommt als junger Ingenieur nach Salzgitter um dort den Aufbau einer Walzwerkanlage zu begleiten. Zwei Jahre wollte der heute 80 Jahre alte Stähler bleiben – es wurde sein ganzes Berufsleben. Zuletzt arbeitete Stähler als Vorstandsvorsitzender der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG sowie der Preussag Stahl AG.
Paul Breitner hatte Angebote aus der ganzen Welt, Real Madrid wollte ihn halten, Olympique Marseille, der Hamburger SV, Cosmos New York wollten ihn verpflichten. Doch Breitner entschied sich für Eintracht Braunschweig. Eine Entscheidung, die ihn nicht glücklich machen sollte.
Ex-Kapitän Bernd Gersdorff erinnert sich an den Kleinkrieg zwischen DFB und Jägermeister-Chef Günter Mast. Der Torjäger stand in Eintracht Braunschweigs Mannschaft, als sie am 24. März 1973 erstmals mit dem Hirsch statt mit dem Löwen auf der Brust auflief.
Fast jeder DDR-Bürger wollte auch die Westsender sehen. Erlaubt war das allerdings nicht. Das eigene Fernsehgerät umzubauen war riskant. Wie man zu DDR-Zeiten beim Fernsehempfang dem Staat ein Schnippchen schlagen konnte.
Heinrich Kintzi lebt in Braunschweig. Den Terror der RAF verbindet er mit dem Verlust eines Freundes: 1977 erschossen Terroristen in Karlsruhe den Generalbundesanwalt Siegfried Buback. Auch die Ereignisse 1977 konnten den Glauben des Generalstaatsanwaltes an den Rechtsstaat nicht erschüttern.
Jürgen Sparwasser erzielte in seiner Karriere 15 Tore für die Fußball-Nationalmannschaft der DDR. Doch über keines wurde so viel geschrieben, wie über den WM-Treffer gegen die BRD. Mit seinem WM-Treffer hat DDR-Fußballer Jürgen Sparwasser 1974 Geschichte geschrieben.
Aus der Serie Zeitzeugen (1972): Klaus Bechler. Der Gifhorner Klaus Bechler (67) überlebte das Blutbad von Fürstenfeldbruck – Auf dem Rollfeld tot gestellt. Barbara Benstem besuchte Klaus Bechler 37 Jahre nach dem Olympia-Attentat. Bechler schildert, wie er dem Massaker von Fürstenfeldbruck entkam und wie es ihm gelang, mit dem Trauma zu leben.
Christa Luswig und Christel Kleinow - zwei Freundinnen.Die eine war politisch aktiv, die andere wäre es gerne gewesen. Die eine machte eine Ausbildung, die andere studierte. Die eine heiratete drei Mal, die andere war mehr als 40 Jahre verheiratet. Zwei grundverschiedene Leben – eine Erinnerung beim Gedanken an die 70er: Frikadellen.
Ein westdeutscher Journalist, der aus dem Osten berichtet - und auch dort lebt. Peter Pragal tat das schier Unglaubliche, als er mit Frau und zwei Kindern 1972 nach Ost-Berlin übersiedelte. Seine Erinnerungen daran hat er aufgeschrieben, herausgekommen ist eine Beschreibung des Phänomens DDR.
Typisch deutsch? Fleiß, Genauigkeit und Pflichtgefühl galten jedenfalls mal als urdeutsche Eigenschaften. Doch darüber lässt sich streiten. Was aber steht dann für dieses Land, diesen Staat, dessen 60. Geburtstag wir feiern?