Bischof Forck bestärkte den Pfarrer, die Honeckers nach Liebenberg zu holen
48 Stunden sind seit der Öffnung der Berliner Mauer vergangen, da spricht der Präsident der europäischen Kommission, Jacques Delors, den Satz aus, den bis dahin keiner zu sagen wagte: "Die Ostdeutschen werden ihren Platz in Europa haben." Nicht einmal er, sagt der inzwischen 84-jährige Franzose heute, habe damals geahnt, dass es nicht nur um Ostdeutschland gehen, sondern dass sich Europa verändern würde.
Martina Fackeldey bezeichnet sich gerne als „Wossi“. Mit ihrem DDR-Studium konnte sie im Westen nichts werden. Es war ein harter Neuanfang – aber ohne politischen Druck.
Die Grenzübergangsstelle Marienborn ist ein Fanal der deutschen Teilung. Eigentlich sollte sie einer Autobahnraststätte weichen. Der Bielefelder Franz Schaible sorgte Anfang der 90er Jahren dafür, dass sie eine Gedenkstätte wurde.
Typisch deutsch? Fleiß, Genauigkeit und Pflichtgefühl galten jedenfalls mal als urdeutsche Eigenschaften. Doch darüber lässt sich streiten. Was aber steht dann für dieses Land, diesen Staat, dessen 60. Geburtstag wir feiern?
Mit dem Versprechen, das Land politisch zu erneuern, zieht der Sozialdemokrat Gerhard Schröder 1998 ins Kanzleramt ein. Seine rot-grüne Bundesregierung hat zunächst einige Erfolge. Als Schröder 2003 harte soziale Einschnitte macht, wenden sich aber viele Bürger ab. Auch Peter Klumpp ist enttäuscht.
Helmut Kohl kommt wieder. Noch im Rollstuhl, aber unübersehbar. 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre Mauerfall - das Jahr der Jubiläen und Erinnerungen wäre kaum vorstellbar ohne den Kanzler der Einheit (1982-1998). Über ein Jahr war er völlig aus der Öffentlichkeit verschwunden, am 8. Mai wird er erstmals wieder vor großem Publikum auftreten.