Ein war ein Spiel, das Fußballgeschichte schrieb. Spielführer Fritz Walter wurde nach dem verregneten 4. Juli 1954 im Wankdorf-Stadion zu Bern zum gefeierten Nationalhelden. Bis heute erklingt dazu die Radio-Stimme von Herbert Zimmermann: „Aus, aus, aus – das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister!“
Die Gründung der Bundesrepublik war für die damals junge Generation ein überwältigendes Signal des Aufbruchs. Bekannte Nürnberger, die das Leben der Stadt und die demokratische Entwicklung mitprägten und begleiteten, haben sich lebendige Erinnerungen an den Frühling 1949 bewahrt.
Seit Mitte der 50-er Jahre erlebt Deutschland einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Industrieproduktion steigt rasant an, der Wohlstand wächst in ungeahntem Maße. Auch Helmut Aurenz nutzt die Gunst der Stunde und gründet mit der Idee, Blumenerde in Plastiksäcke abzufüllen, eine kleine Firma. Heute ist er Marktführer.
1975 erschien ihr Bestseller "Der kleine Unterschied und die großen Folgen". Tatsächlich hatte das Buch auch für Alice Schwarzer große Folgen, denn es polarisierte die Republik. Viele Deutsche klatschten Beifall, andere jedoch echauffierten sich über ihre Thesen und beschimpften sie als "radikale Emanze". Mittlerweile ist die streitbare Frau zum nationalen Denkmal geworden, behängt mit dem Bundesverdienstkreuz.
Sie ist die «dienstälteste Politikerin der Republik». Hildegard Hamm-Brücher (87) begann 1948 im Münchner Stadtrat, arbeitete für die FDP im Landtag und im Bundestag, war Kultusstaatssekretärin in Hessen, Staatsministerin im Auswärtigen Amt und 1994 Bundespräsidenten-Kandidatin. 2002 verließ sie die FDP und beobachtet seither als «freischaffende Liberale» das Zeitgeschehen. Interview mit der deutschen Grande Dame.
Die Deutschen sehnen sich nach frischem Wind, und Willy Brandt öffnet die Fenster: Der SPD-Kanzler will "mehr Demokratie wagen" und das Eiszwischen Ost und West zum Schmelzen bringen. Dies macht ihn zum Idol für eine ganze Generation - auch für den Stuttgarter Peter Müller-Rockstroh.
Er hat sich nicht entmutigen lassen. Herbert Grönemeyer, der hartnäckige Weltverbesserer aus Bochum, hat nach vier erfolglosen Alben mit der Scheibe "Bochum" den Durchbruch im Musikgeschäft geschafft. In seinem Album "Mensch", das ein Jahr ununterbrochen in den Top Ten war, verarbeitete Grönemeyer persönliche Schicksalsschläge.
Er sah sich immer als Anwalt der kleinen Leute, deren Wohlergehen ihm am Herzen lag. Mit seinem Konzept der sozialen Marktwirtschaft war Wirtschaftsminister Ludwig Erhard sehr erfolgreich. Den Begriff „Wirtschaftswunder“ lehnte er selbst allerdings ab. Die Welt kennt ihn nicht ohne sein Markenzeichen – die Zigarre.
Die sechs ostwestfälischen Mitglieder des Parlamentarischen Rates sind weitgehend in Vergessenheit geraten. Das WESTFALEN-BLATT hat sie in den vergangenen Wochen einzeln vorgestellt. Die sechs mussten wie alle anderen Väter und Mütter des Grundgesetzes das Ganze denken. Auf dem Weg zum Neuanfang für eine Bundesrepublik Deutschland galt es parteipolitische Grenzen zu überwinden.