Eine Kundin fragt im Centrum-Warenhaus die Verkäuferin: "Sagen Sie mal, haben Sie keine Strumpfhosen?" - "Hier haben wir keine Waschmaschinen. Keine Strumpfhosen gibt's im ersten Stock." Dieser DDR-Witz existierte in unzähligen Varianten. Mal sind es Südfrüchte, die gerade nicht im Angebot sind, mal Jeans oder Fernseher.
Den Zebrafell-Hut aus Botswana dürfte Horst Köhler nie getragen haben. Auch Konrad Adenauer hat man nie in der Öffentlichkeit mit dem indianischen Federschmuck auf dem Kopf gesehen, den ihm Indianerstämme aus Wisconsin 1956 schenkten. Staatsgeschenke werden mit großem Aufwand ausgesucht, diplomatisch diskret überreicht - und dann einfach weggeschlossen.
Die Bundesrepublik hat Geburtstag. 60 Jahre, das ist fast ein Menschenleben, im historischen Maßstab aber nur ein Wimpernschlag. Dennoch eignet sich diese friedliche Periode deutscher Geschichte für eine Bilanz – die positiver ausfällt, als es manchem kritischen Bürger bewusst sein mag.
Sie feiern am Sonnabend ihren 60. Geburtstag - zusammen mit der Bundesrepublik, gegründet am 23. Mai 1949. Sechs Hamburger berichten über 60 deutsche Jahre.
60 Jahre ist die Bundesrepublik alt. Die Mainzer Rhein-Zeitung stellt aus diesem Anlass 60 Fragen zur deutschen Geschichte - und liefert die Antworten gleich mit.
Kinder, wie die Zeit verfliegt: Noch gar nicht so lange her, da landeten die Amerikaner auf dem Mond, fiel Willy Brandt in Warschau auf die Knie, wurde Helmut Kohl Kanzler, tutti-fruttite das Privatfernsehen, sank die DDR der BRD ermattet in die Arme.
Eisbein und Sauerkraut sind längst passé, und auch der zipfelmützige Gartenzwerg ziert nur noch selten unsere Vorgärten. Was ist aus den Klischees über Deutsche geworden, und was ist überhaupt noch typisch deutsch? Eine Suche an vermeintlich typischen Orten.
60 Jahre Bundesrepublik - das klingt nach einem dieser langweiligen Jubiläen, die keinen wirklich interessieren. Dabei ist der Geburtstag unseres Staates durchaus spannend, denn es steckt viel an Geschichte(n) dahinter. In einem Streifzug durch die Jahrzehnte haben wir sechs Nürnberger Promis nach ihrer Jugend gefragt.
Unsere französischen Nachbarn nehmen vom Jubiläum der Bundesrepublik kaum Notiz. Im Alltag wachsen die beiden Staaten aber immer mehr zusammen. „Deutschland ist von essenzieller Bedeutung für Frankreich“, sagt sogar der neue Staatssekretär für Europafragen, Bruno Le Maire.
Wussten Sie, dass in der Eifelstadt Bitburg einmal Soldaten waren? Dass Joseph Beuys Ende der 60er Jahre in dem Städtischen Museum in Trier mit Studenten für einen Eklat sorgte und eine Mauer zu Bruch ging? Oder, dass Guildo Horn aus Trier stammt? Eine Zeitreise durch sechs Jahrzehnte.